Wo: Teneriffa
Wann: März 2016

Es muss ja nicht gleich Teneriffas Teide sein, der mit 3.718 Metern sogar der höchste Berg Spaniens ist. Wir ungeübten Bergsteiger begnügen uns mit dem Montaña Roja. Einen 171er zu bezwingen – das trauen wir uns für den Anfang zu!
Wegweiser copyright spinagel.de
Der „rote Berg“ weckt schon beim ersten Abendspaziergang auf der Kanareninsel unsere Aufmerksamkeit. Vom Vollmond beleuchtet, lädt er uns aus der Ferne ein, ihn bald zu besuchen. Genau fünf Tage halten wir seiner Anziehungskraft stand. Dann finden wir uns, wie durch Zufall, an einem späten Nachmittag auf einem Parkplatz an der TF-643 wieder und starten den Aufstieg.

La Tejita copyright spinagel.de
Gut markierte Wege leiten uns durch das Naturschutzgebiet Montaña Roja. Zuerst ist die Landschaft im Dünenökosystem noch ganz flach, doch bald geht es steil bergauf. Verlaufen kann man sich hier nicht, verschnaufen müssen wir doch ab und zu. Leider nicht nur wegen der schönen Aussicht. Wenn uns in solchen Momenten durchtrainierte Jogger überholen, für die das scheinbar die normale Abendrunde ist, schauen mein Freund und ich uns nur mit großen Augen an.

Montana Roja Tenriffa copyright spinagel.de
Der Wind zerrt an unseren Haaren und ich bin froh, dass ich meine Jacke und mein Tuch im Rucksack dabei habe. Links braust das azurblaue Meer, rechts, auf der Landseite, kommen unablässig neue Urlauber auf dem Flughafen Teneriffa Süd an. Und vor uns: nur noch wenige Schritte bis zum Gipfel.

Montana Roja copyright spinagel.de
37 Minuten hat es vom Auto aus gedauert, den Vulkankegel zu besteigen, der sich so schützend über die Badenden an der Playa de la Tejita erhebt. Der zweite Strand auf seiner östlichen Seite grenzt an die Ortschaft El Médano. Hier sind die Surfer dankbar für die hohen Wellen, die der Wind beständig an die Küste treibt.

El Medano copyright spinagel.de
Die vielen bunten Punkte, also die Surfsegel und die Lenkdrachen der Kitesurfer, machen aus dieser Höhe neugierig. Und weil der Abstieg nur noch ein herrlicher Spaziergang ist, weiten wir ihn aus und legen noch einen Abstecher zum Strand ein. Hier können wir den anderen bei Sport zugucken, bis ein kleiner Wanderweg uns zurück zum Parkplatz führt. Tschüss, Montaña Roja, für heute.

Flughafen Teneriffa copyright spinagel.de
Ein paar Tage später gilt unser letzter Blick dem „roten Berg“. Beim Gang über das Rollfeld winken wir ihm ein letztes Mal zu. Tschüss, Compañera Roja, mach’s gut!

Text: Petra Nickisch, März 2016
Fotos: Boris Kohnke

Teide
Wir nehmen das Auto, um dem schneebedeckten Pico del Teide so nah wie möglich zu kommen. Tagelang waren die Straßen im Nationalpark aufgrund der Wetterverhältnisse gesperrt. Nun sind sie wieder frei und auf den letzten Metern der Strecke ist Stau! Wir wenden, halten an einem Parkplatz an der Hochebene Llano de Ucanca und spazieren durch die besondere Atmosphäre der rotbraunen Lavafelder, den weißen Gipfel immer im Blick.