Wo: Deutschland, Bremerhaven
Wann: Oktober 2013

Eine Reise um die Welt ist in zwei, drei Stunden zu schaffen. Aber es wird knapp, selbst im Klimahaus Bremerhaven, das seine Ausstellungsbesucher strikt entlang dem achten östlichen Längengrad einmal rund um den Globus führt.

8 Grad Ost

Raum für Raum tauchen die Reisenden tiefer ab in fremde Welten und vielfältige Klimazonen. Sie finden sich wieder auf einem Schweizer Gipfel und auf einem sardinischen Wäscheplatz, auf dem warmer Wind die Laken flattern lässt. Im Niger kommen sie bei 35 Grad Celsius garantiert ins Schwitzen, um in der Antarktis zwischen Wänden aus echtem Eis wieder herabzukühlen.

Klimahaus Fisch guckt

Die landestypischen Kulissen sind teilweise so echt, dass es leichtfällt, sich in das Leben der jeweiligen Bewohner hineinzufühlen. In Videos erzählen sie von ihrem Alltag. Davon, wie sie früher lebten und wie der Klimawandel die Landschaft und die Tierwelt bereits verändert hat. Die Besucher lauschen. Sie schauen und marschieren weiter, durch knirschenden Sand, über Hängebrücken, unterm Sternenhimmel entlang.

Klimahaus Samoa Fische

Beeindruckt von der Unterwasserwelt vor Samoa mit ihren farbenprächtigen Fischen und Korallen und leicht stöhnend ob des feuchtwarmen Klimas dort. Nur noch kurz Alaska streifen, dann gelangen sie wieder auf bekanntes norddeutsches Gebiet, Hallig Langeneß, wo schnell die Heimatgefühle zurückkehren und der Ausgangspunkt Bremerhaven nicht mehr weit ist.

Klimahaus Ansicht

Die weltumfassende „Reise“ ist nur ein Teil des Klimahauses. Wer noch aufnahmefähig ist, zieht weiter zu den Ausstellungsbereichen „Elemente“, „Perspektiven“ oder „Chancen“. In diesen Räumen können die Besucher eigene Experimente durchführen und sie erfahren, wie schon kleine Veränderungen im Alltag klimaschützend wirken. Zu Fuß um die Welt zu reisen, anstatt mit dem Flugzeug, gehört natürlich dazu.

Text: Petra Nickisch – www.lichttexte.de
Fotos: Boris Kohnke

Kreaturen der Urzeit

Im Bereich „Elemente“ wird noch bis zum 3. November 2013 die Sonderausstellung „Kreaturen der Urzeit – Die Grenzen der Anpassung“ gezeigt. Gigantische, nachgebaute Dinos und lebende Reptilien, Amphibien, Spinnen und Insekten zeigen auf, welche Folgen Klimaveränderungen auf die Tier- und Pflanzenwelt haben.