Wo: Das Internet
Wann: März 2015

liebster-award

Dieses Mal ist es ausnahmsweise kein Ziel, sondern ein Stöckchen aus dem Internet. Anna von Die Gradwanderung hat mich für den „Liebster Award“ nominiert. Das Stöckchen nehme ich gerne auf und beantworte ihre 11 Fragen. Vielen Dank dafür.

Die Regeln des Awards sagen, dass ich anschließend 11 Bloggern, die ich mag, 11 neue Fragen stellen muss. Dabei werde ich ein wenig über den Tellerrand der Reiseblogger schauen und auch ein paar fachfremde, aber trotzdem sehr lesenswerte Blogs nominieren. Doch erst einmal zu Annas Fragen.

1. Fotografierst du gerne und wenn ja: mit welcher Kamera?

Ja, ich bin ein bekennender Foto-Junkie. Angefangen habe ich ganz klassisch mit Filmen im Kleinbild- und Mittelformat. Seit ich 1998 meine erste digitale Kamera, eine Kodak DC 210, gekauft habe, ist es deutlich schlimmer geworden. Ich verlasse das Haus fast nie ohne Kamera, meistens sind es sogar mehrere. Immer dabei ist meine Allroundwaffe, eine Casio Exilim EX-V8. Schon etwas älter, aber so etwas hat in den letzten Jahren kein Hersteller mehr auf die Beine gestellt: Superzoom, innenliegendes Periskopobjektiv, zwei Bildstabilisatoren und nahezu unzerstörbar. Die acht Megapixel reichen locker, nicht nur für das Internet. Ich hoffe, sie bleibt mir noch lange erhalten. Falls die mich mal verlässt, hat bis jetzt kein Hersteller einen echten Ersatz im Programm.
Meistens ist auch noch eine Canon Spiegelreflex dabei. Entweder mit einem Reisezoom oder ein paar passenden Objektiven. Je nachdem wie viel ich schleppen will. Mit den Fotos aus der Canon kann man später deutlich mehr anfangen.
Manchmal haben auch die GoPro, eine von den anderen Kompakten oder eine von den zwei Videokameras Ausgang. In meinen Artikeln findet ihr nur eine Handvoll Fotos, dahinter stehen aber meistens deutlich über 100 Bilder.

Muschel am Strand (c) spinagel.de

2. Bist du lieber in deinem direkten Umfeld unterwegs oder ist eine Reise erst richtig gut, wenn das Ziel möglichst weit weg ist?

Das ist mir eigentlich gleich. Wenn man sich die Mühe macht und genau hinsieht, findet man auch in seiner Nachbarschaft spannende Ziele. Das man nicht unbedingt den Kontinent wechseln muss, zeigen meine Ziele auf Spinagel. Auch in Deutschland und Europa gibt es eine Menge zu entdecken.

Spuren am Strand (c) spinagel.de

3. Dein größtes Missgeschick auf oder kurz vor einer Reise?

Vielleicht bin ich mit Gustav Gans verwandt, aber ein erwähnenswertes Missgeschick gab es bei mir noch nie. Nur Kleinigkeiten. Einmal wollte ich unbedingt einen Sturm in Spanien an einer Felsküste fotografieren und bin Opfer meiner Unvernunft und einer großen Welle geworden. Ich bin triefnass geworden und meine Kamera tropfte aus allen Gehäuseöffnungen. Daraufhin hat meine Kamera eine Woche gestreikt, aber danach noch jahrelang zuverlässig funktioniert.

4. Bist du ein Sommer- oder Winterreisender? Oder ist die Jahreszeit vollkommen egal?

Sommer oder Winter ist mir völlig egal, so lange da, wo ich hinfahre, Sommer ist. Es kann gar nicht warm genug sein. Ich gehe auch bei 40 °C im Schatten noch joggen, wenn selbst der englische Pauschaltourist längst seine Liege am Pool frei gemacht hat.

Rutsche

5. Meer oder Wüste?

Am liebsten eine Wüste, die am Meer endet. Wasser muss für mich immer in der Nähe sein. Das in Verbindung mit einer so einzigartigen Landschaft wie einer Wüste und ein wenig Wärme sind für mich die optimale Kombination. Spontan fällt mir hier die Skeleton Coast in Namibia auf, aber vielleicht entdecke ich noch andere Ecken mit dieser spannenden Kombination.

6. Wann hat dich das Reisefieber gepackt?

Für mich war es schon immer spannend, neue Dinge zu entdecken. Infiziert wurde ich wahrscheinlich durch meine Eltern, die mich schon früh auf Wandertouren nach Norwegen und Schweden mitgenommen haben. So richtig ausgebrochen ist das Reisefieber aber, als ich mit 18 mein erstes Auto hatte und damit völlig frei durch die weite Welt ziehen konnte. Das habe ich dann auch gleich ausgenutzt und bin knapp 3 Monate durch Deutschland und Frankreich getourt. Im Rückblick bin ich immer wieder erstaunt, dass ich damals fast die gesamte Zeit auf dem Bauch, auf dem Fahrersitz des Autos geschlafen habe. Heute würde ich mir dabei die Füße an den Pedalen brechen und hätte am nächsten Tag einen Bandscheibenvorfall.

7. Was ist für dich das Beste am Fliegen?

In erster Linie die Geschwindigkeit. Bei über 1,90 m Körpergröße aber auch ein Upgrade in die Business- oder First-Class.

Flugzeug (c) spinagel.de

8. Was war der gefährlichste Ort, den du jemals besucht hast?

Die Frage, die sich mir hier sofort stellt, ist: Was ist ein gefährlicher Ort? In Kapstadt haben wir vor vielen Jahren in einer nicht von Touristen besuchten Gegend gut gegessen und uns nach Sonnenuntergang nett mit ein paar Einheimischen unterhalten und ein paar Bier getrunken. Am nächsten Tag haben wir in unseren Reiseführern gelesen, dass man diese Gegend als Tourist nie besuchen soll, vor allen Dingen nicht nach Einbruch der Dunkelheit. War das ein gefährlicher Ort? Für uns damals nicht. Wenn ich zügig auf der linken Spur der Autobahn unterwegs bin und der LKW rechts vor mir meint, dass er beim Überholen nicht in den Spiegel schauen muss, ist mein Auto ein deutlich gefährlicherer Ort.

9. Gibt es etwas, das du niemals essen würdest – es dann aber doch getan hast?

Haggis. Da habe ich mich auf der britischen Insel nie rangetraut, dafür musste ich erst auf eine nordfriesische fahren. Auf Amrum bei meiner ersten Robert-Burns-Night habe ich erst zaghaft und dann begeistert Haggis gegessen. Selbst viele Schotten haben übrigens nicht viel für ihr Nationalgericht übrig. Auf Islay versuchten uns die Einheimischen am Nachbartisch davon abzubringen, Haggis zu essen. O-Ton: „It’s just awful, only things I won’t give to my dog.“ Gedanken über die Zusammensetzung darf man sich wirklich nicht machen. Haggis besteht aus allen möglichen Innereien, die mit Zwiebeln und Hafermehl in einen Schafmagen gestopft und langsam gedünstet werden.

Haggis (c) spinagel.de

10. Warum hast du deinem Blog gerade diesen Namen gegeben?

Jedes Kind braucht einen Namen. Als norddeutscher Jung musste es auch etwas aus der Region sein. Was liegt da näher, als eine Anleihe in Büttenwarder bei den liebenswertesten Landeiern aus Schleswig-Holstein zu machen? Spinagel, die berühmte Kreuzung aus Spinat und Spargel, stammt von Adsche aus der Fernsehserie Neues aus Büttenwarder. Der Name ist kreativ und keiner kann auf den ersten Blick etwas damit anfangen. Deswegen macht er neugierig und weckt irgendwie die Entdeckerlust.

11. Beschreibe die interessanteste Person, die du auf Reisen getroffen hast.

Das ist einfach, die sitzt gerade neben mir. Meine Freundin ist die interessanteste, schönste und liebenswerteste Frau, die man sich vorstellen kann. Manchmal muss man erst nach Teneriffa fliegen, um dort jemanden kennen zu lernen, der in der Heimat fast um die Ecke wohnt.

Teneriffa 2006 (c) spinagel.de

Weiter gehts

Das waren meine 11 Antworten, jetzt gebe ich weiter an die 11 Blogs, von denen ich mehr erfahren möchte:

Meine Nominierungen

  1. Die erste Nominierung geht natürlich an meine Co-Autorin Petra. Monatlich schreibt sie ihre Lichttexte über die schönen Momente im Leben.
  2. Die ENTDECKER(G)REISE, weil unsere Zielgebiete eine große Schnittmenge haben und, wenn ich deren Definition übernehme, bin ich auch schon ein Greis.
  3. Faszination Südostasien Stefan schreibt in seinem Blog mit viel Liebe über eine Ecke des Globus, die für mich noch ein weißer Fleck ist. Besonders die vielen guten Bilder machen Appetit auf Südostasien.
  4. An irishman on tour Auch wenn Patrick aussieht wie von der grünen Insel, ist er doch ein echter Kölscher Jung, der sich gerne mal eine Auszeit nimmt.
  5. Auch ein Reiseblogger hat ein Zuhause: Während seiner Abwesenheit soll alles automatisch weiterlaufen und in der kurzen Zeit, die er in seiner Wohnung verbringt, soll es möglichst komfortabel zugehen. Das geht am besten mit einem Smarthome und darüber berichtet mein Alter Ego auf Kabellabor.
  6. 101 Places Mein Lieblingsreiseblog. Patrick hat sich auf den Weg gemacht – Vom Lenker einer Online-Marketing-Agentur zum Vollzeitreisenden. Auf 101 Places schreibt er über die Erfahrungen auf seinen Reisen. Besonders seine nachdenkliche Art und das offene Bekenntnis zur Introvertiertheit machen Patricks Blog zum für mich lesenswertesten deutschen Reiseblog.
  7. Reiseaufnahmen Tanja schreibt in ihrem Blog viele schöne Geschichten über die 30 Tage im Jahr, die ihr als Vollzeitangestellte für ihre Reisen zur Verfügung stehen.
  8. Fränzi und Simon haben schon mehrmals ihre Zelte in der beschaulichen Schweiz abgebaut und sich auf eine neue Entdeckungsreise gemacht. Über ihre Erlebnisse während der knapp 5 Jahre auf Reisen erfährst Du mehr in ihrem Blog Umdieweltreise.ch.
  9. Küste gegen Plastik Welcher Meerliebhaber kennt nicht die bunten Zeugnisse des menschlichen Fortschritts, die an jedem Spülsaum der Welt zu finden sind? Den Plastikmüll an der Nordsee in den Griff zu bekommen, ist für mich als echter Nordfriese eine Herzensangelegenheit. Der Verein Küste gegen Plastik krempelt die Ärmel hoch und packt das Problem an.
  10. Buchtipp.me Reisen ist nicht nur das Ziel, sondern auch immer der Weg dorthin. Wie kann man sich die Zeit zu seinem Traumziel besser verkürzen als mit einem guten Buch? Stefanie stellt in ihrem Blog ideale Reisebegleiter abseits des Mainstreams vor.
  11. Philip zieht es regelmäßig aus der Hauptstadt in die weite Welt. Der Fokus von WOWPlaces liegt dabei, genau wie der von Spinagel auf Deutschland und Europa.

Meine Fragen an Euch:

  1. Wenn Du über Deinen Monitor schaust, was siehst Du dann?
  2. Fällt Dir schreiben immer leicht oder ist es manchmal auch eine echte Anstrengung?
  3. Was ist das größte Kompliment, das Du von einem Leser Deines Blogs erhalten hast?
  4. Wie sieht Dein Blog in zehn Jahren aus?
  5. Bist Du der frühe Vogel oder fängst Du den Wurm erst nach Mitternacht?
  6. Du schreibst gerne, aber kümmerst Du Dich auch genauso gerne um die Technik hinter Deinem Blog?
  7. Falls Du dieses Ziel noch nicht erreicht hast: Könntest Du Dir vorstellen, ausschließlich vom Bloggen zu leben?
  8. Wie wichtig sind gute Bilder und/oder Videos für Deinen Blog?
  9. Was war Deine erste eigene Internetseite?
  10. Kannst Du noch eine Schreibmaschine oder ein Telefon mit Wählscheibe bedienen oder bewunderst Du solche Dinge nur im Museum?
  11. Schreibst Du ausschließlich für den Blog, mit dem ich Dich nominiert habe oder hast Du vielleicht noch andere Interessen, über die Du bloggst?

Die Regeln des Liebster Award

  • Bedanke Dich bei dem Blogger, der Dich nominiert hat und verlinke seinen Blog in Deinem Beitrag.
  • Zeige in Deinem Artikel, dass Du am „Liebster Award“ teilnimmst und erwähne die Regeln.
  • Beantworte die Dir gestellten 11 Fragen.
  • Denke Dir selbst 11 Fragen aus.
  • Informiere die von Dir nominierten Blogger darüber, dass du sie nominiert hast und bitte sie, Deine Fragen zu beantworten.