Wo: Hamburg
Wann: August 2016

Ob der goldglänzende Pavillon in Hamburg-Rothenburgsort irgendwann öfter fotografiert wird als die Elbphilharmonie? Wer sich auf der Facebook-Seite des Café-Restaurants Entenwerder1 herumtreibt, könnte diese These wagen. Das Team und seine Gäste posten Bilder des luftigen, dreistöckigen Gebäudes im Kupferblech-Mantel was das Zeug hält. Und ich kann es verstehen. Wer an diesem besonderen Ort nicht sofort das Handy für einen Schnappschuss zückt, hat entweder noch ein Nokia 6150 oder beide Arme in Gips.

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Im Juli 2015 eröffneten Thomas und Alexandra Friese ihr Café direkt an der Norderelbe. Zuerst noch ein Geheimtipp kann davon diesen Sommer schon nicht mehr die Rede sein. Die Farbexplosion aus Goldquader, rosa Schiffscontainern, colorierten Geländern, violetten und pinken Blüten in Blumenkästen und auf Tischen ziehen bei jedem Wetter eine ebenso bunte Mischung an Menschen an.

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Spätestens wenn die Sonne hinter den Elbbrücken versinkt, sind sich alle einig, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein – und schießen ein letztes Erinnerungsfoto. Übrigens: Die ganz Geschickten bekommen den goldenen Pavillon und die Elbphilharmonie zusammen auf ein Bild! Aber was sind schon 2D-Fotos gegen reales Erleben? Hin da!

Text und Fotos: Petra Nickisch-Kohnke, August 2016

Entenfutter

Natürlich kommen die Gäste nicht nur zum Fotografieren ins Café Entenwerder1. Was für eine Unterstellung! Neben der Elbe und der unglaublich entspannten Atmosphäre locken auch das Frühstück und die täglich wechselnden kreativen Gerichte. Rosmarincrêpe gefüllt mit Avocado, gegrillte Wassermelone auf Reisnudelsalat, Lammbratwürste mit Orangen-Kartoffelstampf, Forellen-Brötchen, hausgemachte Zimtschnecken. Muss ich noch mehr sagen?