Woher kommt guter Single-Malt-Whisky?

Bei Single Malt denkt jeder natürlich erst einmal an Schottland. Hier wird je nach Region Whisky mit sehr unterschiedlichem Charakter hergestellt. Guter Single-Malt-Whisky wird aber auch in vielen anderen Ländern gebrannt, so gibt es z. B. aus Japan, Indien, Frankreich, Dänemark oder Schweden ausgezeichnete Destillate. Indien ist übrigens der mengenmäßig größte Whiskyproduzent. Selbst in Deutschland gibt es über 50, meist kleine Brennereien, die sich dem Whisky widmen. Von „netter Versuch“ bis „wow“ ist auch in unserem Land geschmacklich alles anzutreffen.

Alle Brennereien, die ich hier vorstelle, habe ich selbst besucht und die beschriebenen Whiskys der jeweiligen Destille verkostet. Die Geschmacksbewertungen sind also meine persönliche Meinung.Von vielen Brennereien habe ich deutlich mehr Whiskys verkostet, vielleicht schreibe ich auch zu diesen irgendwann noch ein paar Tastingnotes..

 

Dänemark

Dänemark hört sich im ersten Moment nicht unbedingt nach einem Whiskyland an, von der Anzahl der Destillerien stimmt das sicherlich auch. Aber die eine, die ich bis jetzt dort besucht habe hat es in sich. Nicht umsonst wird der Whisky aus der Brennerei Stauning im weltbesten Retaurant Noma in Kopenhagen ausgeschenkt und Jim Murray vergibt regelmäßig sehr gute Noten für deren Whiskys.

stauning-whisky

Das liegt mit Sicherheit an der Kreativität des Brennmeisters und den teilweise ungewöhnlichen Rohstoffen. Mal sehen, ob dieses gute Beispiel der Whiskyherstellung sich noch weiter in Dänemark verbreitet.

 

Schottland

Schottland ist die Wiege des Whiskys. Hier wurde im 5. Jahrhundert zum ersten Mal durch christliche Missionare Whisky destilliert. Heutzutage wird noch in gut hundert aktiven Destillen Whisky gebrannt. Schottland ist nach Indien der weltweit zweitgrößte Whiskyproduzent.

Flagge Schottland (c) spinagel.de

Regionen

Je nach Region haben die schottischen Whiskys einen ganz unterschiedlichen Charakter und das trotz eigentlich identischer Rohstoffe und Herstellung. Der Einfluss von minimalen Abweichungen bei den Ausgangsstoffen, z. B. beim Mineralstoffgehalt des verwendeten Wassers, dem Hefestamm oder der Qualität der Gerste, hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Endprodukt. Weitaus wichtiger sind aber der Destillationsprozess, der Ausbau des Rohwhiskys durch verschiedene Fässer und die Lagerungsbedingungen. Hier unterscheiden sich die einzelnen Regionen oft eindeutig.

Schottischen Whisky unterteilt man je nach Herkunft in sechs verschiedene Ursprungs-Regionen: Campbeltown, Highlands, Islands, Islay, Lowlands, Speyside.