Speyside

Die Enklave Speyside ist geographisch Teil der Highlands, wird aber wegen ihres speziellen Whiskycharakters als eigenständige Region betrachtet. Speyside bezeichnet weder eine geographische Region noch einen Verwaltungsbezirk, sondern umgrenzt in einem Gebiet entlang des Flusses Spey.  Mehr als die Hälfte aller aktiven schottischen Whiskybrennereien ist hier angesiedelt und das auf einer relativ kleinen Fläche. Die Whiskys aus dieser Region sind meistens wenig oder gar nicht getorft.

Packhorse Bridge (c) spinagel.de

Packhorse Bridge

Die Whiskys sind häufig süß und leichter als aus anderen Regionen. Wer gut zu Fuß ist kann den Whisky Trail entlang des namensgebenden Fluss Spey wandern und dabei 8 aktive Brennereien und die Speyside Cooperage besichtigen.

Der Hafen von Buckie

Der Hafen von Buckie

 

Highlands

Die Whiskys der Highlands decken eine große geschmackliche Bandbreite ab. Von den kräftigen Malts der nördlichen Highlands über die den Speysidewhiskys sehr ähnlichen Tropfen der östlichen Highlands und den fruchtigen Whiskys der zentralen Highlands bis hin zu den salzigen und leicht torfigen Destillaten der westlichen Highlands reicht die geschmackliche Varianz dieser Whiskyregion.

Highlands (c) spinagel.de

Diese Whiskyregion ist flächenmäßig das größte schottische Whiskygebiet und erstreckt sich von den Inseln der Westküste bis zur Nordsee. Mit über 25 Brennereien findet der Whiskyliebhaber hier die Region mit der zweitgrößten Anzahl an aktiven Destillen. Der englische Einfluss ist weniger stark ausgeprägt als in den anderen Teilen Schottlands. in diesem Teil der Insel haben sich jahrhundertealte Traditionen und eine gelebte Clanstruktur bis heute erhalten. Die Enklave Speyside ist geographisch Teil der Highlands, wird aber wegen ihres speziellen Whiskycharakters als eigenständige Region betrachtet.
Das heutige Aussehen mit den weiten, waldlosen und unbesiedelte Flächen ist hauptsächlich auf die Vertreibung der ursprünglich ansässigen Bevölkerung zwischen 1762 und 1884, die Highland Clearances, zurückzuführen.

Highlands castle (c) spinagel.de

 

Schottland

Schottland ist die Wiege des Whiskys. Hier wurde im 5. Jahrhundert zum ersten Mal durch christliche Missionare Whisky destilliert. Heutzutage wird noch in gut hundert aktiven Destillen Whisky gebrannt. Schottland ist nach Indien der weltweit zweitgrößte Whiskyproduzent.

Flagge Schottland (c) spinagel.de

Regionen

Je nach Region haben die schottischen Whiskys einen ganz unterschiedlichen Charakter und das trotz eigentlich identischer Rohstoffe und Herstellung. Der Einfluss von minimalen Abweichungen bei den Ausgangsstoffen, z. B. beim Mineralstoffgehalt des verwendeten Wassers, dem Hefestamm oder der Qualität der Gerste, hat einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Endprodukt. Weitaus wichtiger sind aber der Destillationsprozess, der Ausbau des Rohwhiskys durch verschiedene Fässer und die Lagerungsbedingungen. Hier unterscheiden sich die einzelnen Regionen oft eindeutig.

Schottischen Whisky unterteilt man je nach Herkunft in sechs verschiedene Ursprungs-Regionen: Campbeltown, Highlands, Islands, Islay, Lowlands, Speyside.

 

Islands

Die Whiskyregion Islands besteht aus den Inseln Arran, Jura, Lewis, Mull, Skye und der Inselgruppe der Orkneys. Als kleinste Whiskyregion Schottlands findet man hier nur insgesamt 7 aktive Destillen. Auf den Orkneys ist mit Highland Park die nördlichste der schottischen Whiskybrennereien neben der Scapa Destillerie zu finden. Die einzige Destille der Insel Skye ist Talisker. Ebenfalls nur eine Brennerei liegt auf  Arran (Arran) und auf der kleinen Insel Jura (Isle of Jura) mit ihren nur 180 Einwohnern.

Küste der Insel Skye

Küste der Insel Skye

Die restlichen zwei Brennereien der Region Islands sind auf der Insel Mull (Tobermory, Lediag) angesiedelt. Die Whiskys der Inseln liegen geschmacklich meistens zwischen den Speyside-Whiskys mit ihrer Süße und den Islay-Whiskys mit ihrer Torfigkeit. Sie haben jedoch keinen so eigenständigen Charakter wie die Whiskys der anderen Regionen in Schottland.

 

Islay

Mit einer Größe von gerade einmal 40 x 32 Kilometern ist die Hebriden-Insel Islay die kleinste der schottischen Whiskyregionen. Die hier produzierten Whiskys sind besonders ausdrucksstark und fast alle werden mit getorftem Malz hergestellt. Dies kann man am mehr oder weniger starken Rauchgeschmack dieser besonderen Tropfen erkennen. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Lagerung in absoluter Meeresnähe.

 

Islay - Bowmore Brennerei (c) spinagel.de

Islay – Bowmore Brennerei von der Seeseite

 

Auf Islay ist kein Ort mehr als 8 km von der Küste entfernt, die Warehouses, in denen der Whisky während seiner Reifungsperiode gelagert wird, sind sogar alle unmittelbar am Meer. Dadurch erhalten die Islay-Whiskys neben ihrem torfigen Geschmack auch viele marine Aromen, wie z. B. Salz, Algen oder Jod. Die Islay-Whiskys sind speziell, besonders die an Medizin erinnernden Laphroigs sind nicht unbedingt für den Whisky-Anfänger geeignet. Wer noch etwas mehr über die schönste der inneren Hebriden erfahren möchte, kann hier weiterlesen. Auf Islay wird in folgenden Brennereien Whisky hergestellt: Ardbeg, Bowmore, Bruichladdich, Bunnahabhain, Caol Ila, Kilchoman, Lagavulin und Laphroaig.